]> Corpus of articles from the German newspaper 'Handelsblatt' from the years 1986-88. MLCC machine readable version 1995 This TEI conformant electronic version edited by the MLCC project, 30 August 1995. This file (ignoring this header) is 1292133 bytes long, its text includes 164390 words.

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German 30 August 1995 David Mckelvie Masja Kempen processing of original corpus files into tei conformance.
07.10.1986Nr. 192 Page 010 Internationale EnergieagenturIEA ENERGIE / Marktbericht der IEA. Hoeherer OElverbrauch in den Industrielaendern.

dpa/vwd PARIS. Die westlichen Industrielaender haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres zwischen 2,5 und 3 % mehr OEl verbraucht als ein Jahr zuvor. Wi aus dem am Montag in Paris veroeffentlichten monatlichen OElmarktbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hervorgeht, ist der Verbrauch mit 4,5 % im zweiten Quartal am staerksten gestiegen. Fuer das letzte Vierteljahr wird er nach Schaetzungen der Fachleute 2 bis 2,5 % hoeher ausfallen als im Jahr zuvor. Die Mitglieder der Organisation Erdoel exportierender Laender (Opec) haben, so die IEA, ihre Vereinbarung ueber eine Produktionsdrosselung im September eingehalten. Die Foerdermenge ist von mehr als 20 Mill. Barrel (je 159 Liter) pro Tag im Juli und August auf 16,8 Mill. Barrel pro Tag im September gesunken. Saudi-Arabien hat seine Produktion im September von vorher 6 Mill. auf 4,4 Mill. Barrel am Tag gedrosselt. Gleichzeitig sind die Lagervorraete der OElverbraucherlaender im dritten Quartal nach Angaben der IEA um rund 1,6 Barrel pro Tag gestiegben.

07.10.1986Nr. 192 Page 012 FINNLAND / Auf neue Kernkraftwerke wird vorerst verzichtet. Mehr Energie aus Kohle und Torf fuer den zusaetzlichen...

FINNLAND / Auf neue Kernkraftwerke wird vorerst verzichtet. Mehr Energie aus Kohle und Torf fuer den zusaetzlichen Energiebedarf.

hch HELSINKI. Zwei Kohlekraftwerke mit einer Leistung von je 500 MW und zwei Torfkraftwerke mit je 150 MW sollen in den naechsten zehn Jahren den zusaetzlichen Energiebedarf Finnlands sicherstellen. Laut Handels- und Industrieminister Seppo Lindblom wird die Option neuer Kernkraftwerke in dieser Zeitperspektive nicht mehr beruecksichtigt. Eine Diskussion darueber werde es fruehestens in fuenf bis zehn Jahren geben koennen, doch "bis auf weiteres" sei sie storniert. Die Trofkraftwerke sollen zugleich dem Zweck dienen, in diesem Bereich technische Erfahrungen zu gewinnen. Finnland verfuegt ueber Torfreserven, die vom Energiegehalt her 1,3 Mrd. t OEl entsprechen und somit rechnerisch ausreichen wuerden, den gesamten Energiebedarf des Landes ueber ein halbes Jahrhundert abzusichern. Die Sowjetunion hatte in den letzten Jahren wiederholt Interesse daran signalisiert, Finland weitere Atomreaktoren zu verkaufen. Zwei von den vier heute arbeitenden Reaktoren sind von ihr geliefert, danach allerdings mit westlicher Sicherheitsausruestung umgeben. Neue sowjetische Lieferungen haetten einen Beitrag zur Loesung des Handelsproblems mit Moskau leisten koennen. Der finnische Export ist naemlich gegenwaertig im Widerspruch zu den Handelsprotokollen wesentlich groesser als der Import aus der Sowjetunion. Doch Lindblom deutet an, dass von sowjetischer Seite ein Interesse daran, besteht, am Bau der Kohlekraftwerke teilzunehmen. Das koennte einen gewissen Ausgleich bringen. Die vier neuen Kraftwerke werden zwischen 1990 und 1995 in Betrieb gehen. Doch Lindblom erklaert, dass man um die Mitte der 90er Jahre zusaetzliche Kraftwerke benoetigen werden, denn selbst wenn die auslaufenden Absprachen mit der Sowjetunion (bis 1989) und Schweden (1992) verlaengert wuerden, entstehe dann eine Stromversorgungsluecke, die selbst bei groesster Sparsamkeit nur durch mindestens noch ein Kraftwerk gedeckt werden koenne.

p910

dpa PEKING. China und die Bundesrepublik Deutschland werden voraussichtlich Anfang naechsten Jahres neue Generalkonsulate in Muenchen und in der Messestadt Guangzhou (Kanton) einrichten. Wie am Montag aus diplomatischen Kreisen in Peking verlautete, haben sich die Aussenministerien darauf geeinigt.

07.10.1986Nr. 192 Page 013 Hueppe GmbHHK Heim- und Kuechenausstattung GmbHJaso Moebelwerke GmbHGessner, Axel UNGARN / Investitionsleitfaden fasst Kooperationserfahrungen zusammen. Durchaus ermutigende Einzelbeispiele mit...

UNGARN / Investitionsleitfaden fasst Kooperationserfahrungen zusammen. Durchaus ermutigende Einzelbeispiele mit Joint Ventures im RGW-Bereich.

sm BONN. "Die Erfahrungen sind unterschiedlich. Es gibt durchaus ermutigende Einzelbeispiele." Mit diesen Worten fasste ein Experte des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft die erste systematische Darstellung von Erfahrungen mit Joint Ventures im Comecon zusammen, die am heutigen Dienstag in Budapest vorgelegt wird.

vwd HAMBURG. Im Rahmen der Neustrukturierung der Heimausstattungsinteressen der Batig Gesellschaft fuer Beteiligungen mbH, Hamburg, hat die zur Gruppe gehoerende Hueppe GmbH, Oldenburg, ihre Tochtergesellschaft HK Heim- und Kuechenausstattung GmbH, Esens, an den Geschaeftsfuehrer dieses Unternehmens, Axel Gessner, verkauft. Gessner wird HK am 1. Januar 1987 uebernehmen. Das Unternehmen wird dann in Jaso Moebelwerke GmbH umfirmieren. Unter dem Markennahmen Jaso werden Einbaukuechen bundesweit ueber eigene Kuechenstudios vertreiben. Fuer 1986 wird mit einem Auftragsvolumen von 15 Mill. DM gerechnet, nachdem im Vorjahr 12 Mill. DM umgesetzt worden waren.

07.10.1986Nr. 192 Page 012 Gruenes Licht fuer neues Kaufring- Konzept.

Der "Investitionsleitfaden Ungarn" ist fuer 25 DM bei der Bundesstelle fuer Aussenhandelsinformationen (BfAI), Blaubach 13, 5000 Koeln 1, unter der Bestellnummer 55 505 86 165 zu beziehen. Die von der BfAI herausgegebene Analyse wurde von der ungarischen Handelskammer und vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschft gemeinsam mit ungarischen Experten aus Regierung und Industrie erarbeitet. Auf dem Programm der Budapester Konferenz, an der Fachleute aus 35 deutschen Unternehmen teilnehmen, steht nach Angaben des Ost- Ausschusses auch die Besichtigung zweier erfolgreich produzierender deutsch-ungarischer Joint Ventures in den Branchen Elektro und Chemie. Sprecher der deutschen Delegation ist der Vorsitzende des Ungarn-Kreises im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Hans Otto Thierbach. Ungarn sei, so der Ost-Ausschuss wegen seiner Reformfaehigkeit ein Schwerpunkt ost-westlicher Gemeinschaftsunternehmen. Neuerdings zeige auch die Sowjetunion Interesse an dieser "hoechsten Form der Unternehmenskooperation." Polen habe vor wenigen Monaten das erste Joint Venture-Gesetz verabschiedet. In der Bundesrepublik, die fuer alle osteuropaeischen Laender der groesste Westhandelspartner sei, wuerden die neuen Chancen fuer quantitatives und qualitatives Wachstum der Ost-West- Wirtschaftsbeziehungen begruesst. Nach der OEffnung Moskaus fuer den Joint Venture-Gedanken gebe es inzwischen eine Reihe von deutsch-sowjetischen Kooperationsangeboten. Die in der Sowjetunion noch fehlenden Rahmenbedingungen schaffen, so der Ost-Ausschuss, aber auf beiden Seiten auch grossen Beratungsbedarf. Die sowjetische Wende lasse vorerst noch viele praktische Fragen ungeklaert.

07.10.1986Nr. 192 Page 013 SonyRingfoto Hintergruende des Sony-Prozesses.

dr DUESSELDORF. Waehrend das Amateurgeschaeft mit den herkoemmlichen Schmalfilmkameras (Super 8) zusammengebrochen ist, waechst das mit Videokamerarecordern kontinuierlich. Die Videotechnik abr wurde von der unterhaltungselektronischen Industrie entwickelt, die im Rahmen von Vertriebsbindungen den Radio-/Fernsehfachhandel beliefert. Damit haben Fotohaendler das Nachsehen. Mit formellen Mitteln koennen sie sich Zugang zu den Video-Beschaffungsquellen nur unter Berufung auf das kartellrechtliche Diskriminierungsverbot erkaempfen. Voraussetzung dafuer ist entweder, dass die Anbieter von Videokamerarecordern marktbeherrschend sind und ihre Weigerung, Fotohaendler zu beliefern, willkuerlich erscheint, oder dass Fotohaendler von den Videoanbietern stark abhaengig sind, da sie keine ausreichende und zumutbare Moeglichkeit zum Ausweichen auf andere Bezugsquellen haben. Unter Berufung auf diese kartellrechtliche Regelung verklagte die Fotofachhandels-Kooperation Ringfoto die Firma Sony auf Belieferung mit deren Video 8-Kamerarecordern, die sie in der Funktion eines Grosshaendlers an die Kooperationsmitglieder weiterveraeussern will, sofern diese die in der Sony- Vertriebsbindung vorgesehenen Kriterien erfuellen. Der Prozess schwebt in erster Instanz vor dem Landgericht Koeln.

07.10.1986Nr. 192 Page 013 Scott Bader Ltd.Hermann Andresen GmbH Geschaeftsfuehrer kauft Hueppe-Tochter. 07.10.1986Nr. 192 Page 013 Kaufring eG Besseres Schriftbild in Telefonbuechern.

HB DUESSELDORF. Mit ueberwaeltigender Mehrheit haben sich die Mitglieder auf der Generalversammlung der Kaufring eG in Duesseldorf fuer das von den Gremien Ende letzten Jahres verabschiedete Konzept aus. Ziel ist die Belebung der Innenstadt-Zentren durch Staerkung der 425 selbstaendigen Kaufhaus- und Fachgeschaefts-Unternehmer vor Ort. Das teilte die Kaufring in einem Schreiben mit. Die grosse Akzeptanz wird vor allem auch auf die Einbeziehung von Mitgliedern in die Detaildiskussionen im fruehen Planungsstadium zurueckgefuehrt.

07.10.1986Nr. 192 Page 013 Ufa Film- und Fernseh-GmbHCompagnie Luxembourgeoise de TelediffusionCLT Ufa Film wird Gesellschafter bei CLT.

dpa/vwd HAMBURG. Zur Staerkung ihrer Position im umkaempften europaeischen Privatfernsehmarkt wird in Kuerze die Ufa Film- und Fernseh-GmbH, Hamburg, Tochter von Bertelsmann und Gruner + Jahr, kuenftig Gesellschafterin, der Compagnie Luxembourgeoise de Telediffusion (CLT), ist aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren. Die CLT veranstaltet seit 55 Jahren kommerzielle Radio- und Fernsehprogramme fuer Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Bundesrepublik. CLT ist Hauptgesellschafter des deutschsprachigen Fernsehprogramms RTL plus, an dem bisher schon die UfA mit 39 % beteiligt ist. Die Beteiligung erfolgt dem Vernehmen nach ueber die belgische Holding Audiofina, die jetzige Mehrheitsgesellschafterin der CLT mit rd. 59 % Kapitalanteil.

07.10.1986Nr. 192 Page 013 Bremer VulkanDuerr, Heinz AEG steigt nicht bei Bremer Vulkan ein.

dpa/vwd FRANKFURT. Weder der Elektrokonzern AEG noch die Muttergesellschaft Daimler-Benz beabsichtigen, bei der Werft Bremer Vulkan einzusteigen. "Das kann ich auch als Daimler-Vorstandsmitglied bestaetigen", erklaerte der AEG-Chef Heinz Duerr am Montag. Der AEG-Vorstandsvorsitzende reagierte damit auf immer wieder auftauchende Boersengeruechte, der Elektrokonzern werde sich an der Bremer Werft beteiligen. Die immer wieder auftauchenden Boersengeruechte stehen im Zusammenhang mit einem NATO-Auftrag fuer eine Fregatte, bei dem AEG den elektronischen Teil uebernehmen soll.

07.10.1986Nr. 192 Page 013 Gesamtverband gemeinnuetziger Wohnungsunternehmen Gemeinnuetzige: 1,6 Mrd. fuer die Renovierung.

vwd BONN. Die 1 800 gemeinnuetzigen Wohnungsunternehmen haben nach Angaben des Gesamtverbandes gemeinnuetziger Wohnungsunternehmen, Koeln, allein im vergangenen Jahr ueber 230 000 Wohnungen modernisiert und dafuer 1,64 Mrd. DM investiert. Weitere 3 Mrd. DM gaben sie fuer Instandhaltung und Instandsetzung aus. Die Erfahrungen der gemeinnuetzigen Unternehmen mit dem Mieterverhalten im Zusammenhang mit Modernisierungsmassnahmen hat der Verband in der Broschuere Modernisierung und Mieter festgehalten.

07.10.1986Nr. 192 Page 013 Andresen vertreibt Scott-Kunstharze. vwd FRANKFURT. Die zu den fuehrenden britischen Kunstharzherstellern gehoerende...

Andresen vertreibt Scott-Kunstharze. vwd FRANKFURT. Die zu den fuehrenden britischen Kunstharzherstellern gehoerende Scott Bader Ltd. hat der Hermann Andresen GmbH, Frankfurt, die deutsche Alleinvertriebsrechte fuer ein umfangreiches Programm von thermo- und duroplastischen Kunstharzen in verschiedenen Lieferfirmen eingeraeumt.

ap BONN. Die amtlichen Telefonbuecher erhalten ein anderes Schriftbild und sollen dadurch besser und leichter lesbar sein. Wie das Bundespostministerium bekanntgab, werden die neuen Telefonbuecher als erstes in Frankfurt und Offenbach ausgegeben. Fuer die anderen 99 Telefonbuchbereiche erfolgt die Umstellung mit der Ausgabe 1987/88 im kommenden Jahr.

07.10.1986Nr. 192 Page 014 Dallah-GruppeIBH-Holding AGEsch, Horst-DieterKamel, Saleh Al ESCH-PROZESS / Esch als ueberzeugenden Mann geschildert. Scheich Salehs Weltbild ist zusammengebrochen.

sl KOBLENZ. Scheich Saleh Al Kamel, Praesident der saudischen Dallah- Gruppe, moechte alles vergessen, was mit seinem Engagement an der zusammengebrochenen IBH-Holding AG zusammenhaengt. Auch den Gruender und ehemaligen IHB-Chef Horst-Dieter Esch, der vor dem Koblenzer Landgericht unter anderem wegen Betrugs zum Nachteil des saudischen Industriellen verantworten muss, will Kamel nie mehr wiedersehen.

07.10.1986Nr. 192 Page 015 General ElectricRCAGeneral Electric Information Services Company FRIEDRICH GROHE / In diesen Tagen 50 Jahre alt - Umsatz bei 450 Mill. DM. Der bereits hohe Exportanteil von 75 %...

FRIEDRICH GROHE / In diesen Tagen 50 Jahre alt - Umsatz bei 450 Mill. DM. Der bereits hohe Exportanteil von 75 % soll noch weiter ausgebaut werden. pw DUESSELDORF. Noch Zuwachsraten fuer Bad- und Kuechenarmaturen in der Altbaumodernisierung sieht der europaeische Marktfuehrer in Sanitaerarmaturen Friedrich Grohe, Hemer. Das in diesen Tagen 50 Jahre alte Unternehmen konnte in den letzten drei Jahren seinen Umsatz um rund 30 % steigern, und wird 1986 die 450 Mill. DM-Marke erreichen.

"Es ist nichts Schoenes, in die Irre gefuehrt worden zu sein," sagte Kamel als Zeuge vor dem Koblenzer Landgericht im Esch-Prozess. Mit der Pleite ist fuer Kamel ein positives Weltbild, das er bis zu diesem Zeitpunkt hatte, zusammengefallen. Das Gericht moege versuchen, den Schaden, der auch der Bundesrepublik zugefuegt worden sei, zu korrigieren. Kamel sei in arabischer Tradition aufgewachsen, der Lehre, mit guten Absichten zu handeln und anderen Glauben zu schenken. Fuer Kamel gehoert Esch einem Volk an, das als serioes und ehrlich gelte. Dies habe er auf Esch uebertragen. Kamel hat sich nie vorstellen koennen, dass General Motors (GM), Coopers & Lybrand, Ferdinand Graf v. Galen und Powell Duffryn "einen Komplott" gegen ihn schmieden wuerden. Wenn es die deutsche Rechtsprechung nicht gaebe, sagte Kamel waere fuer ihn ein noch groesserer Schaden entstanden. Damit sprach er seine Aktivitaeten ueber die Malark an, die Waren von der IBH gekauft und mit einem gewissen Gewinnaufschlag wieterverkauft hatte. Die Hema-Beteiligungsgesellschaft mbH, in der die notleidenden SMH-Engagements abgewickelt werden, hatte in einem Vergleich an die Malark insgesamt etwa 141 Mill. DM gezahlt. Beim Besuch Eschs in Riad habe er, Kamel, die Bedingung gestellt, zu gleichen Konditionen wie GM eine IBH-Beteiligung zu kaufen. Zunaechst wollte er nach eigenen Aussagen aber die finanzielle Lage der IBH durch ein Gutachten der Coopers & Lybrand-Wirtschaftspruefungsgesellschaft pruefen lassen. Von diesem Gutachten habe er keine Kenntnis genommen, weil es zunaechst in Arabische uebersetzt werden sollte. Deshalb sei er zu seinem naechsten Treffen mit Esch nach Paris ohne Kenntnis des Gutachtens gefahren. Es habe ihm aber fuer das IBH-Investment genuegt, dass Esch eine Aufstellung aus dem Gutachten paraffiert habe, sagte Kaml. In einem Brief habe er Esch dann mitgeteilt, dass er unter der Bedingung einsteige, dass die C opers & Lybrand-Angaben richtig

seien. Auch habe er sich alle Rechte fuer den gegenteiligen Fall vorbehalten. Im uebrigen habe das Gutachten der Wirtschaftspruefer keine Warnung enthalten. "Ich glaube, dass denen Verantworung zukommt." Wichtige Punkte fuer sein IBH-Engagement seien nicht Dividende oder kurzfristiger Gewinn gewesen, sondern dass IBH eine boersennotierte Gesellschaft werde. Diese Hoffnung basierte auf dem Ruf des damaligen Praesidenten der Frankfurter Boerse, Galen. Auch die Bedingung, dass alle anderen Aktionaere Bargeld fuer die Kapitalerhoehung bei der IBH zahlen, habe er aufgestellt. Er wisse um den Unterschied von Bar- und Sacheinlagen, unterstrich Kamel. Mit Esch habe ihn zunaechst eine Freundschaft verbunden. "Ich war stolz auf ihn und habe ihm vertraut", sagte Kamel. Esch habe ihn spueren lassen, dass sein (Kamels) Vorteil auch in der GM-Beteiligung liege. Esch habe ihm das Gefuehl vermittelt, er stehe ihm naeher als GM. In dieser Phase habe Esch geraten, die Dallah-Beteiligung an der IBH-Holding auf eine Schachtel aufzustocken. Die Aktien dafuer habe die Bolima in zwei Tranchen abgegeben. Nach Angaben Kamels hat Esch vor dieser Transaktion geraten, dies nicht ueber Kamels deutschen Anwalt zu handhabn, sondern ueber Kamels amerikanischen Rechtsanwalt. "Es ist Esch gelungen, mich zu ueberzeugen, meinen deutschen Rechtsanwalt nicht zu informieren." Schliesslich habe er, Kamel, doch ueber seinen amerikanischen Rechtsanwalt erfahren, dass die IBH schlechter laufe als angenommen. Waehrend eines Treffens in London sei von einem Verlust von ueber 300 Mill.DM die Rede gewesen. Nur zwei Monate vorher hatte es geheissen, dass lediglich ein Verlust von 63 Mill. DM aufgelaufen sei. Haette er, so Kamel, gewusst, dass GM und andere nicht in bar gezahlt haetten, haette er sich auch nicht an der Umstrukturierung beteiligt.

Insgesamt erwartet das Privatunernehmen - vor etwa drei Jahren hatte es die Mehrheitsanteile der ITT zurueckgekauft - aber keinen Aufschwung im deutschen Armaturenmarkt, da es konsequent auf die Vertriebsbindung ueber Grosshandel und Einzelhandel setzt, befuerchtet es eher Einbrueche im Inland aufgrund der Do-it-yourself-Schiene. Deshalb soll der Export weiter ausgebaut werden. Er haelt heute schon einen Anteil von 75 %. Eigene Vertriebsgesellschaften in Frankreich, Italien, Belgien, Holland, OEsterreich, Spanien, Grossbritannien und USA beliefern die Kunden ab eigenem Lager und fakturieren in jweiliger Landeswaehrung. Das USA-Geschaeft expandiert seit drei Jahren am schnellsten und liegt heute wertmaessig an dritter Stelle. Insgesamt belaeuft sich hier das Volumen auf etwa 50 Mill. DM. Wegen des Montagewerks in den USA fuer den amerikanischen Absatz schlaegt der schwindende Dollarkurs nur zum Teil auf den Ertrag durch. Zwar werden bestimmte Zubehoerteile aus Deutschland geliefert, doch mache das Unternehmen bei einem Dollarpreis selbst unter 2 DM noch Gewinn. Mit einem Marktanteil von 18 % in Europa - ohne Ostblock - ist das Unternehmen die Nummer eins bei Sanitaerarmaturen. In Deutschland kommt jede vierte bis fuenfte Armatur aus den Fertigungsstaetten von Friedrich Grohe. Mit 10 000 t Messingverbrauch jaehrlich gehoert es zu den groessten Messingverbrauchern Europas. Insgesamt hat sich bei Friedrich Grohe die Ertragslage auf "befriedigende Hoehe verbessert, das Schulzensurensystem zugrundegelegt", erlaeuterte Geschaeftsfuehrer Dr. Peter Stuchtey die Finanzsituation auf einer Pressekonferenz zum 50. Geburtstag des Unternehmens am vergangenen Donnerstag. Die Werke in Hemer und Lahr/Schwarzwald arbeiten voll und konnten trotz Einfuehrung von Robotern in der Fertigung im ersten Halbjahr 1986 58 Mitarbeiter neu einstellen. Der gesamte Personalbestand kletterte damit auf 2600 Mitarbeiter. D e international vorhandene

UEberkapazitaet bei Sanitaerarmaturen wird allerdings den Wettbewerb weiter verschaerfen. Kurzfristig will das Unternehmen deshalb mit einer modernen Produktpalette und weiteren Rationalisierungen in der Fertigung mit dem Ziel einer kostenguenstigen aber auch hohen Qualitaet die Marktanteile verteidigen bzw. ausdehnen. Die Beurteilung der mittelfristigen Zukunft des Sanitaerarmaturenmarktes ist sogar von einigem Optimismus getragen. Er stuetzt sich auf die Modernisierung, denn die eingebauten Armaturen der fuenfziger und sechziger Jahre stuenden jetzt zum Auswechseln an. Ferner erhoehe sich der Lebensstandard in den aussereuropaeischen Laendern und sorge fuer eine zusaetzliche Nachfrage. Darueber hinaus stellten die Marktforscher ein wachsendes Hygienebewusstsein fest, was den Stellenwert des Badezimmers und damit auch seiner Ausstattung in den Vordergrund rueckt. Technische wie modische Neuentwicklungen koennte hier zusaetzliche Kaufimpulse wecken. Wie er sagte, habe eine Reihe von Auftraggebern die

Raumfaehre als kommerziellen Traeger bereits abgeschrieben und sich dafuer Reservierungen beim europaeischen Konsortium Arianespace gesichert. Fuer Fachkreise kam die Entscheidung der Reagan-Administration nicht ueberraschend. Sie eroeffnet groessere kommerzielle Chancen fuer Arianespace.

07.10.1986Nr. 192 Page 014 Friedrich GroheStuchtey, Peter Hammer Reaktor fuer sechs Wochen abgeschaltet. 07.10.1986Nr. 192 Page 015 NASAGeostar Corp.Space IndustriesHughes Communications Co.RCA Corp. NASA / 24 bereits hereingenommene Satelliten-Auftraege muessen zurueckgegeben werden. Groessere Marktchancen...

NASA / 24 bereits hereingenommene Satelliten-Auftraege muessen zurueckgegeben werden. Groessere Marktchancen fuer die Ariane.

ic WASHINGTON. Die US-Weltraumbehoerde NASA wird in den kommenden Jahren nur 20 bis 24 fest hereingenommenen kommerziellen Satelliten- Lozierungsauftraegen durchfuehren. Die uebrigen 24 Orders werden an die Auftraggeber zurueckgegeben.

07.10.1986Nr. 192 Page 015 ESA Weltraum-Simulation bestand Tests.

HB KOELN. Die Europaeische Organisation fuer Weltraumforschung (ESA) baute in den vergangenen drei Jahren mit massgeblicher Beteiligung von Leybold-Heraeus und den Firmen BSL/ Frankreich, Carl Zeiss/Bundesrepublik, Comprimo/Niederlande, IBB-Kondor, Niederlande sowie Lloyd s/ Grossbritannien, eine neue Weltraum- Simulations-Anlage in ihrem Raumfahrtzentrum ESTEC in Nordwijk/Niederlande. Sie ist die derzeit modernste Anlage fuer thermische Tests auf der Welt. Der direkte Anteil von Leybold-Heraeus betraegt ca. 13 Mill. DM von den ca. 60 Mill. DM Gesamtwert. Die Anlage ist fuer Tests von Grosssatelliten und Grosskomponenten konzipiert. In der Anlage koennen Temperaturen zwischen -193 und +100 Celsius sowie ein Quasi- Vakuum von einem Hundertmillionstel des normalen Luftdrucks auf der Erde simuliert werden.

07.10.1986Nr. 192 Page 015 Harmstorf AGAmerica-Africa-Europa Line GmbHAAELSeidel, DieterSieh, Oscar WalterFricke, Hans-Dieter Neue Partner fuer die Harmstorf-Reederei.

Die NASA erfuellt damit Auflagen der Reagan-Administration. Diese hat entschieden, dass die NASA in der Zukunft prioritaer nicht mehr kommerzielle, sondern militaerische Nutzlasten und Satelliten der Behoerde selbst in den Weltraum befoerdern soll. Als Folge dieses Beschlusses erwarten Beobachter vermehrte Nutzlast-Auftraege fuer das unbemannte Ariane-Traegersystem des europaeischen Satelliten-Konsortiums Arianespace, an dem deutsche Interessen zu knapp 20 % beteiligt sind. Als erster kommerzieller Kunde der NASA nach dem tragischen Unglueck der Raumfaehre "Challenger" am 28. Januar dieses Jahres wird das britische Verteidigungsministerium bedient. Am 4. Juli 1990 soll der militaerische Verbindungssatellit Skynet IV in eine geostationaere orbitale Position geschossen werden. Ausgewaehlt als kommerzielle Nutzlasten wurden ausserdem ein Wetter- und Nachrichtensatellit der indischen Regierung (Oktober 1990), drei Navigationssatelliten der Geostar Corp. (Anfang der 90er Jahre) und drei Satelliten der US-Gesellschaft Space Industries Inc. (1992 und 1993). Im Rahmen der jetzt getroffenen Entscheidung wird die NASA bei ihren ersten fuenfzehn, fuer 1988 und 1989 vorgesehenen Starts ausschliesslich eigene Satelliten und Nutzlasten des US-Verteidigungsministeriums befoerdern. Erste Nutzlast wird am 18. Februar 1988 ein NASA- Datenuebermittlungssatellit sein, der den Ablauf der Fluege der Raumfaehre kontrollieren wird. UEber die Zusammenstellung der Crew wird bald entschieden. Am haertesten trifft die auf Druck Washingtons getroffene Auswahl im kommerziellen Bereich die Hughes Communication Co., der zehn Satelliten-Starts gestrichen wurden. Der RCA Corp. wurden vier Auftraege zurueckgegeben, die American Satellite Co. muss auf den geplanten Start eines Satelliten verzichten. Wie ein NASA-Sprecher sagte, "hofft" die Behoerde, nicht von Schadenersatzklagen abgewiesener Auftraggeber betroffen zu werden

dk HAMBURG. Bei der zunaechst nicht namentlich genannten Gruppe, die die Linien- und Reederei-Aktivitaeten der Harmstorf AG uebernommen hat, handelt es sich um die Firma America-Africa-Europa Line gmbH (AAEL) in Hamburg, die am 29. September gegruendet worden ist. Gesellschafter sind die Reederei-Kaufleute Dieter Seidel, Oscar Walter Sieh und Hans- Dieter Fricke, die bisher in leitenden Funktionen im Schiffahrtsbereich der Harmstorf-Gruppe taetig waren. Nach Mitteilung der Gesellschaft wird durch den Erwerb der bisher von den Firmen America-Africa Line GmbH, Break Bulk & Container Line GmbH und Hamburg-Westafrica Line gmbH betriebenen Liniendienste eine kontinuierliche Fortsetzung der bisher gebotenen Leistungen und die weitere Erfuellung der mit Verladern und Lieferanten bestehenden Vertraege gewaehrleistet.

07.10.1986Nr. 192 Page 015 Vereinigte Elektrizitaetswerke Westfalen AGVEW Neuer Bereich bei General Electric.

vwd HUERTH. Zum 1. Oktober sind mehrere Bereiche von General Electric, USA, und der kuerzlich uebernommenen RCA zu einem neuen Unternehmensbereich "Communication and Services" zusammengefasst worden, berichten die General Electric Informations- Service, Huerth. Die wichtigsten Unternehmen in dem neuen Geschaeftsbereich, der den Angaben zufolge einen Umsatz von etwa 1,5 Mrd. $ auf sich vereinigt, sind General Electric Informations-Service mit dem Datenfernverarbeitungsnetz MarkIII und RCA American Communications (RCA Americom) sowie RCA Global Communications (RCA Globcom), die auf Satellitenverbindung basierende Dienste innerhalb und ausserhalb der USA anbieten. Anthony L. Craig wurde mit Wirkung vom 1. Oktober neu ernannter President der General Electric Information Services Company, Rockville, und somit auch Vice President der General Electric Company, USA.

dpa DORTMUND. Der Thorium-Hochtemperatur-Reaktor THTR300 in Hamm-Uentrop ist am vergangenen Freitag fuer voraussichtlich sechs Wochen abgeschaltet worden. Etwa 500 Experten sollen die abgeschaltete Anlage ueberpruefen und Instandhaltungs- und Optimierungsarbeiten ausfuehren, teilte die Vereinigte Elektrizitaetswerke Westfalen AG (VEW) in Dortmund mit. Seit Dezember vergangenen Jahres habe der Reaktor 540 Mill. KW/h Strom in das oeffentliche Netz eingespeist.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 &rab FORSCHUNG / 3,2 Billionen Elektronenvolt. Neuer Energie-Weltrekord.

Helmut Metge, Aufsichtsratsvorsitzender der Signal Leben, Dortmund, feiert am 7. Oktober seinen 65. Geburtstag....

Helmut Metge, Aufsichtsratsvorsitzender der Signal Leben, Dortmund, feiert am 7. Oktober seinen 65. Geburtstag. Metge gehoerte 18 Jahre des Vorstaenden der Signal Kranken und der Signal Unfall in Dortmund an.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Dr. Reinhold Kissling, im Vorstand des Wuerttembergischen Genossenschaftsverbandes fuer die Raiffeisen-Warengenossenschaften...

Dr. Reinhold Kissling, im Vorstand des Wuerttembergischen Genossenschaftsverbandes fuer die Raiffeisen-Warengenossenschaften verantwortlich, wird am 10. Oktober 60 Jahre alt. Fuer seine langjaehrigen Verdienste um die Landwirtschaft und das Genossenschaftswesen erhaelt er aus diesem Anlass das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Helmut Stark, Direktor der Zentralen Werks- und Produktionsplanung der Opel AG, Ruesselsheim, feiert am 7. Oktober...

Helmut Stark, Direktor der Zentralen Werks- und Produktionsplanung der Opel AG, Ruesselsheim, feiert am 7. Oktober seinen 60. Geburtstag.

dpa GENF. Die hoechste Energie, die jemals in einem Teilchenbeschleuniger erreicht worden ist, hat das Europaeische Laboratorium fuer Teilchenphysik (CERN) bei einem Maschinentest Anfang September erzielt. Wie CERN in Genf mitteilte, wurde die Energie von Sauerstoffionen in mehreren Beschleunigern auf 160 Mrd. Elektronenvolt (Gigaelektronenvolt - GeV) erhoeht. In der Endphase wurden die Ionen im sieben Kilometer langen Ring des Super-Protonen-Sychrotrons (SPS) auf 3200 GeV oder 3,2 Billionen Elektronenvolt beschleunigt. Die hohen Energien wurden erzielt, weil statt der normalerweise verwendeten Protonen, also Wasserstoffkernen mit nur einer elektrischen Ladungseinheit, 16mal schwereren Sauerstoff- Ionen beschleunigt worden sind. Das sind Sauerstoffatome, denen die Elektronen entzogen werden, und die eine mehrfache elektrische Ladung besitzen. Die Energie von 3,2 Billionen Elektronenvolt ist, wie bei CERN betont wurde, die hoechste Energie, die jeweils ein Teilchenstrahl in einem Beschleuniger erreicht hat. Fuer die Erzeugung der Sauerstoffionen wurde ein Einschussbeschleuniger in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft fuer Schwerionenforschung in Darmstadt (GSI) und dem Lawrence-Berkeley Laboratory in Kalifornien eingesetzt. Die regulaeren Versuchsreihen mit dem Sauerstoff- Ionenstrahl sollen im November beginnen. Von ihnen erhoffen sich die Physiker Hinweise auf die Existenz des sogenannten "Quark-Gluon-Plasmas". Dies ist ein Materiezustand, von dem angenommen wird, dass er unter extremen Bedingungen auftritt. Nach den Vorstellungen der Wissenschaftler verschmelzen dabei Protonen und Neutronen zu einer "Suppe" aus ihren Quark- und Neutronenbausteinen. Sie vermuten, dass kurz nach dem "Urknall", der Entstehung des Universums, alle Materie sich fuer eine sehr kurze Zeit im Zustand eines Quark-Gluon-Plasmas befand.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Breckoff, Hans-Karsten Hans-Karsten Breckoff, 44, Leiter der Stabsabteilung PR und Information der Verlagsgruppe Bauer, Hamburg,...

Hans-Karsten Breckoff, 44, Leiter der Stabsabteilung PR und Information der Verlagsgruppe Bauer, Hamburg, wird das Unternehmen infolge grundsaetzlicher Auffassungsunterschiede ueber die kuenftige OEffentlichkeitsarbeit verlassen.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Gottschol, Hans-Joachim^ Dr. Hans-Joachim Gottschol, Geschaeftsfuehrer und Mitinhaber der Gottschol Metallwerke KG, wurde anlaesslich...

Dr. Hans-Joachim Gottschol, Geschaeftsfuehrer und Mitinhaber der Gottschol Metallwerke KG, wurde anlaesslich der Mitglieder-Hauptversammlung der Vereinigung Deutscher Schmelzhuetten, dem Bundesverband der Deutschen Sekundaer-Aluminiumindustrie, in seinem Amt als Vorsitzender bestaetigt.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Haase, Jan ReimerGries, Karl ErwinKoehler, Joschen Dr. Jan Reimer Haase wurde anstelle des aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Karl Erwin Gries zum stellv. Aufsichtsratsvorsitzenden...

Dr. Jan Reimer Haase wurde anstelle des aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Karl Erwin Gries zum stellv. Aufsichtsratsvorsitzenden der Stern- Brauerei Carl Funke AG gewaehlt. Joschen Koehler, 48, wurde zum weiteren Vorstandsmitglied bestellt. Koehler war bis 1983 Geschaeftsfuehrer der Privatbrauerei Ganter und danach als Unternehmensberater taetig. Seine Ressorts umfassen Einkauf, Personal/Sozialwesen und Liegenschaften. Daneben uebernimmt er Aufgaben der langfristigen Unternehmenskonzeption.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Koschnick, Wolfgang J. Wolfgang J. Koschnick, 44, der ehemalige Chefredakteur der Frankfurter Branchenzeitschrift "Horizont Advertising...

Wolfgang J. Koschnick, 44, der ehemalige Chefredakteur der Frankfurter Branchenzeitschrift "Horizont Advertising Age" und langjaehriger Mitarbeiter von Prof. Dr. Elisabeth Noelle-Neumann im Institut fuer Demoskopie Allensbach, geht am 1. Januar 1987 als Chefredakteur zu ZV + ZV, der in der Handelsblatt GmbH erscheinenden Fachzeitschrift fuer Medien und Kommunikation.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Lehneis, AlfredHelfferich, Eckart Dr. Alfred Lehneis ist vom Aufsichtsrat der Kulmbacher Spinnerei AG, Kulmbach, zum stellv. Vorstandsmitglied...

Dr. Alfred Lehneis ist vom Aufsichtsrat der Kulmbacher Spinnerei AG, Kulmbach, zum stellv. Vorstandsmitglied mit Zustaendigkeit fuer die Bereiche Finanzen und Personal bestellt worden. Lehneis, bisher Leiter des Finanz- und Rechnungswesen bei der Sandoz AG, Nuernberg, scheidet dort zum 1. Dezember aus. Er tritt in Kulmbach die Nachfolge des am 30. September ausgeschiedenen Eckart Helfferich an.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Partridge, Michael J. Michael J. Partridge wurde zum neuen Geschaeftsfuehrer der Battenfeld Gloenco Extrusion Systems Ltd., Droitwich,...

Michael J. Partridge wurde zum neuen Geschaeftsfuehrer der Battenfeld Gloenco Extrusion Systems Ltd., Droitwich, Worcestershire/Grossbritannien, berufen. Mit der UEbernahme der neuen Aufgabe bei Gloenco gehoert Partridge gleichzeitig der Geschaeftsfuehrung der Gloucester Engineering Inc., der Battenfeld Extrusions-Tochtergesellschaft in den Vereinigten Staaten, an.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Rauser, Manfred Manfred Rauser wurde zum Leiter der Sparte "Objektgeschaeft" der Wuerttembergischen Metallwarenfabrik AG (WMF),...

Manfred Rauser wurde zum Leiter der Sparte "Objektgeschaeft" der Wuerttembergischen Metallwarenfabrik AG (WMF), Geislingen, bestellt. Gleichzeitig wurde ihm Generalvollmacht erteilt.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Reiter, Norbert2 Dr. Norbert Reiter, 43, uebernahm die Geschaeftsfuehrung der Krupp Widia-Tochter Sitzmann und Heinlein GmbH,...

Dr. Norbert Reiter, 43, uebernahm die Geschaeftsfuehrung der Krupp Widia-Tochter Sitzmann und Heinlein GmbH, Zirndorf. 1974 nahm er seine Taetigkeit bei Krupp Widia auf, wo er zuletzt Abteilungsdirektor des Bereiches Forschung und Entwicklung Werkzeugtechnik sowie Mitglied des Aufsichtsrates der Krupp Widia GmbH war.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Rosocha, WolfSchroeder, Wolfgang Wolf Rosocha, 43, zuletzt Produkt- Marketingleiter bei MDS, uebernimmt ab sofort die Vertriebsleitung der MDS-Deutschland...

Wolf Rosocha, 43, zuletzt Produkt- Marketingleiter bei MDS, uebernimmt ab sofort die Vertriebsleitung der MDS-Deutschland GmbH in Koeln. Der bisherige MDS-Vertriebsleiter Wolfgang Schroeder, 42, wurde nach vierjaehriger MDS-Taetigkeit zum General Manager der REI - MDS Deutschland GmbH & Co. oHG, Werk Menden, St. Augustin, ernannt.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Schaefer, Doris Doris Schaefer, 30, ist als Consultant und Taskforce Leader fuer Office Automation, bei der ICL Deutschland...

Doris Schaefer, 30, ist als Consultant und Taskforce Leader fuer Office Automation, bei der ICL Deutschland International Computers GmbH, Nuernberg, eingetreten.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Stieler, ManfredHahn, Heinrich Manfred Stieler, 44, wurde zum Geschaeftsfuehrer der Walter Blume GmbH Stahlgrosshandel, Stuttgart, bestellt....

Manfred Stieler, 44, wurde zum Geschaeftsfuehrer der Walter Blume GmbH Stahlgrosshandel, Stuttgart, bestellt. Er ist Nachfolger von Heinrich Hahn, der nach 30jaehriger Taetigkeit fuer die Walter Blume GmbH in den Ruhestand getreten ist.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Wachweger, DieterRuban, Reinhild Dieter Wachweger, Richter am Bundesfinanzhof, ist mit Ablauf des 30. September auf eigenen Antrag in den Ruhestand...

Dieter Wachweger, Richter am Bundesfinanzhof, ist mit Ablauf des 30. September auf eigenen Antrag in den Ruhestand versetzt worden. Wachweger gehoerte dem Bundesfinanzhof seit 1978 als Mitglied des V. Senats (Umsatzsteuer) an. Zur Richterin am Bundesfinanzhof wurde mit Wirkung vom 1. Oktober Reinhild Ruban ernannt. Richterin Ruban kommt vom Finanzgericht Duesseldorf; sie wurde dem VIII. Senat des Bundesfinanzhofes (Einkommensteuer) zugeteilt.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Carl Reum GmbH Carl Reum GmbH, Hardheim/Odenwald. Das Metall- und Kunststoffwerk erwartet nach einem Umsatzzuwachs von 1985...

Carl Reum GmbH, Hardheim/Odenwald. Das Metall- und Kunststoffwerk erwartet nach einem Umsatzzuwachs von 1985 von etwa 50 % auf 30 (21,2) Mill. DM auch fuer 1986 hohe Zuwaechse. Die Produktion fuer Rundfunk-, Fernseh- und Autoindustrie machte 40 % des Umsatzes aus. Das Werk beschaeftigt 285 Mitarbeiter. Kapazitaetsengpaesse sollen durch Investitionen von 8 Mill. DM in den naechsten drei Jahren und durch Neueinstellungen abgebaut werden.

07.10.1986Nr. 192 Page 016 Matra-Werke GmbH Matra-Werke GmbH, Frankfurt. Die zum Linde-Konzern gehoerenden Matra-Werke wollen ihr Programm fuer fahrbare Werkstaetten...

Matra-Werke GmbH, Frankfurt. Die zum Linde-Konzern gehoerenden Matra-Werke wollen ihr Programm fuer fahrbare Werkstaetten im Ausruestungssysteme fuer den Umweltschutz und zur Bodenentgiftung ausbauen. Nach Angaben von Matra wird das Unternehmen dabei mit der MAN Nutzfahrzeuge GmbH, Muenchen, und der MTS Technical System GmbH, Wuerzburg, zusammenarbeiten.

07.10.1986Nr. 192 Page 017 Kieser GmbH & Co.Kieser, Heinz-Peter Fuer hoechste Kundenansprueche.

Kieser GmbH & Co., Wallduern/Odenwald. Durch staendige Produktneuheiten will der Kerzenhersteller auch kuenftig ein ueberdurchschnittliches Unternehmenswachstum sichern. Mittelfristig rechnet geschaeftsfuehrender Gesellschafter Heinz-Peter Kieser mit einem jaehrlichen realen Umsatzplus von 5 %, zumal sich Kerzen - getragen von der "Romantikwelle" - beim Verbraucher wieder steigender Nachfrage erfreuten. Sorgen machten der mittelstaendischen Branche (Umsatz 250 Mill.DM) jedoch nach wie vor UEberkapazitaeten sowie der Import- und Preisdruck besonders aus der DDR. Kieser setzte im Geschaeftsjahr 1985/86 (30.9.) gut 25 Mill. DM um.

07.10.1986Nr. 192 Page 017 H. Dyckhoff Schubert & Salzer AG, Ingolstadt. Auftragseingaenge in Hoehe von 99,7 Mill. DM erzielte die Maschinenfabrik...

HB DUESSELDORF. Den Grundstein der Firma H. Dyckhoff legte Hermann Dyckhoff, als er am 8. September 1886 sein erstes "Confections-Haus" in der Hamburger Poststrasse/Ecke Grosse Bleichen (Bild) eroeffnete. Der Untertitel "Zur grossen Fabrik" deutete darauf hin, dass der Pionier in der Bekleidungsbranche die Modelle fuer Herren und Knaben, auch selbst anfertigte. Heute gibt sich die Firma nur noch als Einzelhaendler. Schon Firmengruender Dyckhoff hatte sich das Ziel gesetzt, wie das Unternehmen mitteilte, mit seiner Konfektion vor allem den anspruchsvolleren Kundenwuenschen gerecht zu werden. Auf diesen Grundsatz setzt das Textileinzelhandelsunternehmen auch 100 Jahre spaeter, 1986, noch. Denn, unter dem wachsenden Konkurrenzdruck beispielsweise von seiten der Warenhaeuser sehen die Fachgeschaefte die einzige Erfolgschance darin, ihre Kompetenz fuer Spezialsortimente und den Fachgeschaeftsservice herauszustellen. Der Anspruch beschraenkt sich aber nicht auf Mittelmass: "Wir bei Dyckhoff wollen zu den Unternehmen gehoeren, die in der Beratung und Bedienung zu den besten der Branche zaehlen," so Dyckhoff in seiner Jublilaeumsschrift. Heute verfuegt das Textileinzelhandelsunternehmen ueber 30 Filialen in beinahe allen groesseren Orten der Bundesrepublik ausser im bayerischen Raum. Das Sortiment wurde neben Herren- und Knabenbedkleidung auf Damen- und Kinder- sowie Sportbekleidung ausgeweitet. Zum Filial-Reich der Firma Dyckhoff gehoeren nach Auskunft der Zentrale in Koeln auch zahlreiche Fachgeschaefte, die auch heute noch unter dem eingefuehrten Namen ihrer frueheren Inhaber gefuehrt werden.

07.10.1986Nr. 192 Page 017 Schubert & Salzer AG Kieser GmbH & Co., Wallduern/Odenwald. Durch staendige Produktneuheiten will der Kerzenhersteller auch kuenftig...

Schubert & Salzer AG, Ingolstadt. Auftragseingaenge in Hoehe von 99,7 Mill. DM erzielte die Maschinenfabrik im 3. Geschaeftsjahresquartal 1985/86 (30.9.), und lag damit um 10 % hoeher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Mit Ausnahme der Armaturen waren alle Geschaeftsbereiche an diesem Wachstum beteiligt. Die Umsatzerloese des Unternehmens sind in den ersten neun Monaten des laufenden Geschaeftsjahres um 4 % auf 228,7 Mill. DM gestiegen.

07.10.1986Nr. 192 Page 017 Wallmann, Walter KERNKRAFTWERKE. Kein Zweifel an Sicherheit.

ENGELSCHOFF. Eine neue Version des Tabellenkalkulationsprogramms Multiplan von Microsoft ist auf dem Markt. Sie ist komfortabler als die Vorgaenger und fuer Einsaetze in Deutschland besser ausgestattet. a eigene Menues erstellen und Handlungsablaeufe

vorfabrizieren, um ungeuebte Mitarbeiter flott durch das Programm gleich zu den wesentlichen Stellen zu geleiten. Dort koennen bereits Fragen auf sie lauern, nach deren Beantwortung das Programm weiterschnurrt bis zur naechsten Stelle, wo eine Eingabe erwartet wird. Die Formatierung erschoepft sich nicht in der Ausrichtung der Daten: z.B. rechts oder linksbuendig oder in der Mitte plaziert, sondern bietet Feinheiten wie Zahl der Nachkommastellen, Exponentialschreibweise und, ganz neu, die Wahl beliebiger Waehrungssymbole hinter den Zahlen. Nachdem noch die letzte Version 2.01 nur muehsam und dann nicht Probleme auf die Festplatte zu uebertragen war, hat Microsoft mit der neuen Version den problematischen Kopierschutz endlich abgeworfen. Dafuer ist ihnen der Dank der Besitzer von kompatiblen PC gewiss.

dpa BONN. 1985 gab es in den 22 damals arbeitenden deutschen Kernkraftwerken 237 Stoerfaelle, die den Behoerden gemeldet wurden. Radioaktivitaet sei dabei in keinem Fall freigesetzt worden, stellte Bundesumweltminister Walter Wallmann (CDU) am Montag in einem Bericht fuer den Umweltausschuss des Bundestages fest. Auch Gefahr fuer Menschen oder die Umwelt habe nicht bestanden, erklaerte Wallmann. Nach den vorgelegten Zahlen gebe es "keinen Anlass, am sicheren Betrieb der deutschen Kernkraftwerke zu zweifeln." Zwei weitere Stoerfaelle, die der Bericht auffuehrt, ereigneten sich bereits 1984. Von den insgesamt 239 gemeldeten "besonderen Vorkommnissen", wie die Stoerfaelle offiziell genannt werden, wurden 62 bei Wartungsarbeiten entdeckt, die anderen 188 traten beim Betrieb auf. 22 fuehrten zu einer automatischen Schnellabschaltung des Reaktors, 20mal musste die Leistung voruebergehend herabgesetzt oder der Reaktor langsam abgeschaltet werden. In 135 Faellen hatten die Stoerungen keine Auswirkungen auf den Betrieb, da auf Ersatzsysteme umgeschaltet werden konnte. Fuer die 22 Schnellabschaltungen werden achtmal Fehler im Wasser-Dampf- Kreislauf oder an Turbinen und Generatoren als Grund genannt. Je sechsmal lagen die Fehler in der Stromversorgung des Reaktors oder bei Sicherheitseinrichtungen. Einmal war das Kuehlsystem die Ursache und einmal ein nicht naeher genannter sonstiger Grund. Von den 22 Reaktoren, die der Bericht auffuehrt, befanden sich 1985 drei noch im Probebetrieb (Hamm-Uentrop, Muehlheim-Kaerlich und Brokdorf). Einer, der Versuchsreaktor Kahl, wurde im November 1985 endgueltig abgeschaltet.